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Zamomin
5 Jähriger, bisher lockeres Stottern, jetzt beginnende Begleitsymptomatik

Geschrieben: 02.06.2015 - 09:20

Liebe Kollegen, ich bin etwas unsicher was einen Fall betrifft und hätte gerne Rat.

Der Junge kam mit 4;3 zu uns in die Therapie, weil sich die Mutter große Sorgen machte. Jetzt ist er fünf. Er hatte bis vor einigen Wochen lockere, völlig anstrengungsfreie Silbenwiederholungen die in unterschiedlicher Häufigkeit auftraten. Meist in den Therapiestunden höchstens 1-2 Mal spontansprachlich, sonst gar nicht und auch keine anderen Stottersymptome.
(Zuhause und insbesondere bei Aufregung allerdings häufiger)
Er ist sehr selbstbewusst und sprachlich sehr fit - phonologisch also gar kein Förderbedarf mehr da.
Bisher haben wir vornehmlich das behandelt, da er schon beim kleinsten Anzeichen davon, mit Stottern umzugehen (zB. Pseudostottern der Therapeutin) komplett abblockt und auch nicht mehr mitmacht.
Er selbst zeigt bei sich allerdings keinen Leidensdruck und lässt sich zumindest nicht anmerken, dass er seine Symptome bemerkt, geschweigedenn dass sie ihn stören.
Er tendiert allerdings dazu, seine Mitarbeit aus manchmal schwierig zu erfassenden Gründen zu verweigern. ZB. musste die Therapeutin gewechselt werden, weil er bei einer blonden Kollegin nicht mitmachen wollte (die Mutter wusste keine Erklärung dafür)

Bis dato haben wir versucht, vor allem der Mutter Gelassenheit zu signalisieren, sie aufzuklären, das Stottern zu beobachten und andere sprachliche Bereiche zu fördern, weil es uns sehr wichtig erschien, sein Sprechen eben nicht negativ zu belegen.

Seit 3 Wochen beginnt sich bei ihm allerdings ab und zu eine Sekundärsymptomatik zu formen: er hat jetzt selten auch mal einen Block, legt dann den Kopf zurück und "überwindet" ihn so.
Und das macht mir nun tatsächlich Sorgen.

Habt ihr dazu Gedanken?
Ich wäre für Tipps bzgl. der Therapieplanung oder auch nur für Erfahrungen eurerseits sehr dankbar
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