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Tobias
funktionelle dysphonie/mutationsfistelstimme

Geschrieben: 23.02.2016 - 11:42

Hallo zusammen,

ich bitte dringendst um Rat!
Fall Schilderung:
Vor ca. 5 Monaten ist mir etwas seltsames passiert, und zwar ist mir beim singen die Stimme um eine Oktave nach unten gerutscht und ließ sich nicht wieder anheben. Dabei hatte ich keinerlei schmerzen, lediglich eine Wärme Entwicklung im hals-kiefer Bereich. Anschließend musste ich feststellen, dass ich nicht mehr singen konnte wie gewohnt, und hatte immer wieder stechende schmerzen im Kehlkopf und Hals und meine Stimme war dauerhaft verändert, sie war tiefer als gewohnt, aber auch deutlich kräftiger. Ein phoniater diagnostizierte funktionelle dysphonie. Daraufhin habe ich das singen eingestellt und einen Logopäden aufgesucht, jedoch hat sich nichts verändert. Dann geschah etwas völlig verrücktes:
Ich habe nun vor einigen Wochen wieder begonnen, vorsichtig zu singen und habe dabei immer wieder ein kitzeln/jucken festgestellt, dass sich irgendwie gut an fühlte und habe daraufhin immer weiter gemacht. Nach zwei Wochen scheint sich dann von einen auf den anderen Moment eine Verspannung gelöst zu haben, mein gesamter Oberkörper hat sich entspannt, schulter, Nacken, Kiefer, selbst das Brustbein hat geknackt und plötzlich war meine Stimme voluminöser als je zuvor. In den folgenden tagen habe ich gemerkt, dass ich wohl schon immer nur mit meiner falsett Stimme gesungen und gesprochen habe und dass es da einen Muskel gibt, den ich wohl noch nie benutzt hatte und der meine Stimme völlig verändern kann. Ich lernte nun in wenigen tagen diesen zu steuern (anfangs unter starken schmerzen). Mittlerweile geht das einwandfrei, und meine Stimme hat deutlich an kraft und Umfang gewonnen, so kann ich nun ohne weiteres und wie aus dem nichts fast vier Oktaven singen. Daraufhin war die Freude natürlich groß und konnte nicht anders, als mich an meiner neuen Stimme zu erfreuen. Dabei habe ich es nun wohl über trieben, beim singen verspürte ich einen kurzen ziehenden Schmerz, woraufhin sich die linke Kehlkopf Muskulatur scheinbar abgestellt hat, wahrscheinlich hat der Muskel einfach zu gemacht, da nach so langer Zeit unbenutzt, natürlich über fordert.
Jetzt bin ich natürlich völlig verschreckt und mache mir sorgen, daher folgende Frage: soll ich versuchen, den Muskel mit Entspannungsübungen wieder zu lockern, wie ich es vorher getan habe (auch in den vergangenen 5 Monaten hat nur die rechte Seite gearbeitet, und ich habe es durch viel brummen und summen geschafft, die linke Seite zu aktivieren), oder soll ich lieber die Stimme strikt schonen, um dem Muskel Zeit zu geben, sich zu erholen? Meine Stimme ist aktuell trotz nur halber muskelleistung immer noch sehr kräftig, viel mehr als in den letzten 15 Jahren, die alte Blockade scheint also nicht das Problem zu sein.
Ich weiß, ferndiagnose ist immer schwierig, aber da ich frühestens nächste Woche einen Termin bei einem Logopäden bekomme (Verordnung habe ich mir natürlich schon besorgt), wäre ich für jeden Hinweis sehr dankbar.
Lieber Gruß
Tobias
eva
Beiträge: 482
Re: funktionelle dysphonie/mutationsfistelstimme

Geschrieben: 23.02.2016 - 16:18

Hallo Tobias,
wenn du ein Muskuläres Problem vermutest, dann ist ein Logo erstmal nicht unbedingt das "Mittel der Wahl". Muskeln hören ja nicht ohne Grund auf, zu arbeiten. Deshalb wäre ganz dringend ein Besuch bei einem Phoniater angezeigt. Der kann alles untersuchen, was da ursächlich zu den Stimmveränderungen beiträgt. Als Logo würde ich dich da auch erst hinschicken, bevor ich an irgendeinem Symptom herumdoktore, dessen Ursache nicht klar ist.
Also: ab zum Arzt. Und dann bei Bedarf Logopädie.
Ich wünsche dir alles Gute!
Eva
Die Hummel hat eine Flügelfläche von 0,7cm2 bei einem Gewicht von 1,2g. Nach den bekannten Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen. Die Hummel weiß das aber nicht, und fliegt einfach.
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